FAQ

Handzuginstrumentenmacherin / -macher | Harmonikabauerin / -bauer

Braucht man eigenes Werkzeug?

Am Anfang der Ausbildung lernt man, sich sein eigenes Werkzeug zu bauen. Alles weiter benötigte Werkzeug wird über die Dauer der Ausbildung zur Verfügung gestellt.

Gibt es Instrumentalunterricht in der Ausbildung?

Einzelunterricht im Fach Gitarre möglich, aber freiwillig. Instrumentalspiel in der Gruppe gehört zum Lehrplan. Teilweise bilden sich individuelle Musikgruppen, je nach Interesse und Fähigkeiten.

In welchem zeitlichen Verhältnis steht der theoretische und praktische Unterricht?

Der Unterricht findet in sogenannten Blockwochen statt. Auf 5 bis 6 Wochen praktischen Unterrichts in der Werkstatt folgen 2 bis 3 Wochen Theorie im Klassenzimmer.

Unterrichtszeiten sind Mo.-Do. 8:00 bis 15:00 Uhr, freitags 8:00-13:00 Uhr.

Kann man die Instrumente am Ende der Ausbildung behalten und wie viel kostet ein Instrument?

Alle gefertigten Instrumente können zum Materialpreis erworben werden.

Lernt man das Stimmen von Akkordeons?

Während der dreijährigen Ausbildung ist das „Vorstimmen“ und „Reinstimmen“ fester Bestandteil der Ausbildung. Für das Stimmen haben wir 4 spezielle Stimmkabinen, in denen die Schüler in Ruhe arbeiten können.

Muss man Akkordeon spielen können, um eine Ausbildung anfangen zu dürfen?

Nein, jedoch empfiehlt es sich, das Instrument bis zum Ende der Ausbildung spielen zu können. Dadurch gewinnt man die Sicht des Spielers auf das Instrument und bekommt ein besseres Gefühl für die Bedürfnisse des Spielers. Auch ist es ein Qualitätsmerkmal des Akkordeonbauers, wenn er das Instrument vorführen kann. Aus diesen Gründen gehört das Instrumentalspiel zur Ausbildung an unserer Schule.

Was macht die Ausbildung in Klingenthal besonders attraktiv?

Unsere Schule ist eine kleine Einrichtung. Es existieren Klassen mit kleiner Schüleranzahl. Dadurch gibt es intensive und individuelle Betreuung.

Unser Anspruch an die Qualität der Instrumente ist sehr hoch.

Das Miteinander zwischen SchülerInnen untereinander, aber auch mit den LehrerInnen und MitarbeiterInnen des Hauses ist gut und familiär.

Welche beruflichen Möglichkeiten hat man nach der Ausbildung?

Man kann im Anschluss an die Ausbildung den Meisterkurs (nach der normalen Arbeit) besuchen und damit den Meister im Handzuginstrumentenbau erlangen.

Weiterhin fragen Musikhäuser mit Reparaturwerkstätten, kleine Handwerksbetriebe und auch große Handelseinrichtungen an der Schule regelmäßig nach Absolventen und Absolventinnen.

Welche Inhalte hält der Lehrplan bereit?

Siehe Lehrplan Berufsfachschule Handzuginstrumentenmacherin / Handzuginstrumentenmacher (Download des pdf-Dokuments)

Welche Instrumente werden für die Ausbildung genutzt?

Für die Ausbildung werden vor allem Akkordeons der Firma „Weltmeister Akkordeon GmbH“ genutzt, da einerseits die räumliche Nähe von Vorteil ist, andererseits die Akkordeons durch das Baukastenprinzip im Vergleich zu anderen Herstellern einfacher zu bauen sind und sich daher für die Ausbildung sehr gut eignen.

Welche Kosten kommen auf mich zu und habe ich die Möglichkeit nebenbei etwas Geld zu verdienen?

An der Schule wird kein Schulgeld erhoben. Es ist möglich BAföG zu Beantragen. Das kann man noch aufstocken, indem man Wohngeld beantragt.

In Klingenthal sind Nebenjobmöglichkeiten vorhanden.

Wie ist die Wohnsituation in Klingenthal?

Hier gibt es günstige Mieten (50 qm, 2 Zimmer, kalt, 250 €). Häufig wohnen die SchülerInnen in Wohngemeinschaften, in denen sich auch öfters eine kleine Werkstatt befindet.

Das Sekretariat hilft bei der Wohnungsvermittlung.

Wie sieht es mit dem Bau von Harmonikas und Bandoneons aus?

Die Wiener Harmonika wird behandelt. Steirische Harmonikas sowie Bandoneons werden in der Theorie besprochen. Der Bau dieser Instrumente wird im Regelfall nicht an der Schule betrieben, jedoch arbeitet die Schule mit Firmen zusammen, die diese Instrumente herstellen. Dort könnte man dann ein Praktikum absolvieren.

Wie viele und welche Instrumente werden während der Ausbildung gebaut?

Im 1. Lehrjahr wird eine Concertina komplett und ein Akkordeon aus vorgefertigten Teilen gebaut.

Im 2. Lehrjahr wird eine Wiener Harmonika von Grund auf hergestellt.

Im 3. Lehrjahr wird ein Akkordeon aus vorgefertigten Teilen gefertigt.